Am frühen Samstagmorgen traf sich die ganze Truppe, inklusive einer kleinen Delegation beinahe Jungturner am Bahnhof Wiesendangen. Ziel war die Innerschweiz, genauer gesagt Altdorf im Kanton Uri. Dort wurden wir bereits herzlich vom aktuellen Landammann empfangen, der (wie könnte es anders sein) ein alter Bekannter von Hubi war.
Nach einer eindrücklichen Führung durch das Regierungsgebäude und den Bannersaal gab es zur Stärkung Kaffee und Gipfeli im Restaurant nebenan. Doch viel Zeit zum Verweilen liess uns Hubis straffes Programm nicht: Mit dem Bus gings schon bald weiter Richtung Spiringen.
Da wir nicht alle top fit waren nahmen wir s`Ratzibähnli, das uns auf den Höhenweg Richtung Klausenpass bringen sollte. Ein kleines Problem stellte sich aber gleich zu Beginn: Die Gondel fasste gerade einmal 600 kg – ob das für acht stämmige Turner reicht, war rechnerisch schwer zu beurteilen. Zum Glück wurde die Frage nie endgültig beantwortet. Trotzdem kamen alle heil oben an.
Oben angekommen, lockte natürlich gleich das nächste Restaurant. Offiziell war nur ein schnelles Bier eingeplant, inoffiziell liessen sich aber einige MR-Mitglieder weder von Hubis Zeitplan noch von guten Argumenten abhalten und verbrachten den restlichen Nachmittag gemütlich mit Jassen und Bier. Der grössere Teil der Gruppe nahm jedoch die Wanderung in Angriff: ein traumhafter Höhenweg mit fantastischer Aussicht über das Urnerland.
Nach ca. drei Stunden forderte das „sportliche“ Zeitmanagement unseres Reiseleiters doch die ersten Opfer. Zum Glück gab es auf einer Alp kühle Getränke und kleine Snacks. Während die alten Hasen mitgebrachte Plättli auspackten, lernten die jüngeren Turner auf die harte Tour, dass eine Flasche Wasser nicht für eine ganze Wanderung reicht.
Frisch gestärkt ging es weiter – und ehe man sich versah, standen wir schon wieder an der Bushaltestelle. Eine besonders durstige Gruppe schaffte es sogar noch, im Stechschritt die nächste Beiz zu stürmen. Böse Zungen behaupten, dass das Bier fast „geext“ werden musste, weil der Bus schon vor der Tür wartete.
Nach einer längeren Rückfahrt, müden Beinen und einer wohlverdienten Dusche war der Weg frei für das Abendprogramm. Im Restaurant erwartete uns ein herzlicher Empfang und natürlich Cordon bleu, damit wir auch in fernen Landen kulinarisch bestens versorgt waren. Danach folgten Kaffee, Schnaps und für die Tanzfreudigen der logische nächste Schritt: das Urner Oktoberfest, nur wenige Meter entfernt. Dort stellten wir fest, dass Zürcher offenbar eine andere Auffassung von Tanzfreude haben als Innerschweizer. Die Blicke sprachen Bände. Spätestens nach 3 Uhr früh hätte man wohl besser ins Bett gehen sollen…
Der Sonntag begann gemächlich. Nach einer kurzen, aber „intensiven“ Dorfführung von Hubi stand erneut Kultur auf dem Programm – diesmal in Form von Bierkultur, gepflegt in der nächsten Gartenwirtschaft. Für Abkühlung sorgte ein Sprung in den eiskalten Urnersee. Zumindest für jene, die den Bus zum Strandbad nicht verpassten – andere mussten ihre Kulturförderung an Land fortsetzen.
Am späten Nachmittag ging es dann mit vollen Bäuchen, müden Beinen, aber vielen schönen Erinnerungen zurück nach Wiesendangen. Zwar war die Heimreise etwas eng und Sitzplätze rar, doch die Stimmung blieb bis zum Schluss ausgezeichnet.
Fazit: Eine Turnfahrt voller Highlights, Anekdoten und Geschichten, die besser nicht alle weitererzählt werden.



























