Die diesjährige Frauenriegenreise stand unter dem Motto «Sönd herzlich willkomm!»
Mit dem Zug ging es über Gossau nach Urnäsch, wo wir ins Postauto umstiegen. Auf der Fahrt zur Schwägalp durften wir das erste Mal Appenzeller Brauchtum erleben. Eine kleine Alpabfahrt kreuzte unseren Weg. In der Talstation der Schwebebahn Säntis wurden wir mit Kaffee und Gipfeli verwöhnt, bevor wir den Aufstieg zum Kronberg in Angriff nahmen. Nach einem kurzen «Appenzeller-Halt» zu Beginn der Wanderung trennten sich die Wege der Wandergruppe schon bald für den Rest des Tages. Einige verköstigten sich im Berggasthaus Kronberg, die anderen zogen weiter zum Gasthaus Scheidegg.
Viele Wege führen nach Appenzell und so trafen wir ins am späteren Nachmittag wieder zum Apéro im Dorf.
Nach einer wohltuenden Dusche in den teils sehr originellen Zimmern des Hotels Hof Appenzell gab es den zweiten, intensiveren Teil der Einführung ins Appenzeller Brauchtum. Im Keller des Gemeindehauses wurde uns das Ruggusele und das Talerschwingen mehr oder weniger erfolgreich beigebracht. Was wir zu Beginn der Instruktion noch für einen Scherz hielten, bewahrheitete sich nach gut einer Stunde. Auf dem Dorfplatz durften wir das Erlernte zum Besten geben. Zu unserem Glück waren um diese Zeit nicht mehr so viele Touristen auf den Strassen unterwegs. So schlecht wie befürchtet war es dann doch nicht und einige Passanten spendeten sogar Applaus! Nach einem feinen Nachtessen und viel Geplauder zog es die einen ins Bett und die anderen noch weiter für einen Schlumi.
Am Sonntagmorgen stärkten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbüffet für die folgende, sehr kurzweilige und lehrreiche Führung durch das schöne Dorf Appenzell. Zwei Nachzüglerinnen hatten sich in der Zwischenzeit ebenfalls zu uns gesellt. Am späteren Vormittag brachen wir dann auf in Richtung Hoher Hirschberg, wobei die einen das Wort «Turnfahrt» wortwörtlich nahmen. Die anderen nahmen den Weg unter die Wanderschuhe. Neue Streckenrekorde wurden erzielt und die Wanderzeiten auf den Wegweisern müssen nach unserem Besuch wohl neu definiert werden. Zur Belohnung wurden wir im Restaurant mit tollen Partybroten verwöhnt. Beim Abstieg nach Gais wurden wiederum individuelle Wanderrouten gewählt und so traf man sich spätestens auf dem Bahnhof wieder, wo uns der Zug nach Wiesendangen zurückbrachte.
Herzlichen Dank den beiden Organisatorinnen Monika und Sonja für die kurzweilige Reise! Reiseberichtschreiberin: Patricia Watkins




