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Turnfahrt

Wie fast immer, versammelten wir uns auch an diesem wunderschönen Samstagmorgen um 6:00 Uhr bei der Post. Die Stimmung war wie gewohnt gut und auch der gelernte Zuspätkommer N.A, schaffte es einigermassen pünktlich einzutreffen. Dies hatte zur Folge, dass wir ohne grosse Verzögerungen aufbrechen konnten. Unser erster Stopp war im Heidiland. Die Ausbeute war sehr gering, da die Raststete kein Bier oder andere Köstlichkeiten mehr verkaufen durften. Dafür gab es einen gesunden aber nicht sehr geniessbaren Vitaminsaft. Nachdem, der aus Wiesendangen stammende Turner Y.K zuerst um 5 Fr. betrogen wurde, liess sich das Heidi dann doch noch blicken und Y.K konnte mit guten Gewissen weiterziehen. Nach ein paar weiteren Kurven den Berg hinauf und nachdem sich das Fässli von S.G langsam dem Ende zu näherte, sind wir dann endlich in Davos eingetroffen. Der Halt direkt vor der EX Bar, hätte voll ins Auge gehen können, aber wie gewohnt konnten sich alle Turner stets beherrschen. Die Stimmung war schon sehr gut ausser A.B,der war von der noch vor uns liegenden Wanderung nicht sehr begeistert. Doch als sich herausgestellt hatte, dass es für die ersten paar Höhenmeter ein Bändli gab, war seine Laune auch wieder besser. Die eine Gruppe kämpfte sich tapfer immer weiter und weiter den Berg hinauf, während sich die zweite Gruppe mit dem Bändli langsam der Schatzalp näherte. Nach etwa 40 Minuten waren wir wieder vereint. Der Wanderweg wurde im steiler und wir mussten immer wieder Pausen einlegen. Doch zu unserem Glücke begleitete uns die wandernde Zapfsäule S.G aus Wiesendangen. Dieser führte uns immer wieder Berliner Luft zu. Natürliche wurde der Trinkschlauch immer wieder Coronakonform gereinigt. Als wir die Strela-Pass Anhöhe erreichten, gaben zum ersten Mal etwas nahhaftest zwischen die Zähne. Vom Strela-Pass ging es dann weiter, die untrainierten und nicht sehr motivierten machten sich auf den Weg ins Thal, um dort auf ein öffentliches Verkehrsmittel zu stossen. Nachdem auch der letzte die Terrasse verlassen hatte, ging es auf schönen Wanderwegen weiter nach Arosa. Die Sonnenstrahlen prallten auf die durchtrainierten Waden unserer Turner. Das Feld zog sich mit der Zeit immer weiter in die Länge und so beschlossen die Spitzenreiter, einen weiteren Stopp einzulegen. So konnten die Unterlegenen weiter aufholen. Jedoch war nach drei Runden Bier immer noch keiner zusehen, daher zogen sie weiter. Da die Strecke nach Arosa noch sehr lange war, versuchte T.K sein Glück mit einem Autostopp. Der VW Bus eines deutschen Paares hielt tatsächlich an. Die einen machten es sich bequem im Kofferraum und genossen die Aussicht, die anderen gesellten sich zu den 3 jüngeren Frauen. Die Deutschen waren sehr gastfreundlich und haben unsere Turner mit bestem Trank verwöhnt. Wenige Kurven später versperrten ein paar Kühe die Strasse, doch dies war kein Problem für den Gelernten-Landwirt M.M aus Wiesendangen. Mit gut eingeübten hektischen Bewegungen und einem Schlachtruf gelang es ihm die Kühe von der Strasse zu jagen.

Gegen den späten Nachmittag trafen mehr oder weniger alle in Arosa ein. Die einen zog es ins Overtime, und die anderen haben es sich mit den Deutschen im Brüggli bequem gemacht. Die zwei jüngsten S.W. und M.M konnten diesen Moment nicht wirklich geniessen, da diese das Gepäck der „alten“ in die Unterkunft bringen mussten. Als diese nach ihrem langen und steilen Wege wieder im Brüggli eintrafen, wurden sie mit einem Bier belohnt. Im Verlauf des Abends wurde die bereits gute Stimmung immer besser und besser. Als das letzte Bier im Brüggli ausgetrunken war, zog es diese Turner ebenfalls ins Overtime. Auf dem Weg dahin musste sich die Begleitung von N.A schämen, da dieser sich nicht normal Verhalten konnte. Mit lautem Gekreische rannte dieser die Strasse hinunter und versuchte das von ihm erkannte Beziehungsproblem eines alten Paars mit einem selbst gepflückten Blumenstrauss zu beheben. Nach einem längeren Weg ins Overtime sind auch noch die letzten Turner eingetroffen und mussten zu ihrem Bedauern feststellen, dass bereits der erste am Tisch eingeschlafen ist. Als die Stimmung im Overtime langsam nachliess, ging es weiter in die Wandelbar. Am Eingang wurde man zuerst nach seinen Kontaktdaten gefragt, nach dem Alter jedoch nicht. So konnten auch die Jüngsten in den unterirdischen Club. Das Highlight war Y.K, der die Bar ohne Hose betrat. Er wollte sich damit rechtfertigen, dass sich seine Hose ohne Gürtel immer wieder Selbstständig machte. A.B ist in Zwischenzeit bereits mit dem Schlüssel ins Hotelzimmer verschwunden, dies sollte den anderen noch zum Verhängnis werden. Die erste Truppe, die im Hotel ankam, versuchen ihn durch das Fenster zu wecken. Dies gelang Ihnen aber nicht, da A.B bereits sehr tief schlief. Nach einem längeren und wütenden Rumgeschrei hatte sich A.B. dann endlich Richtung Tür bewegt. Voller Begeisterung stolperten die Turner zum Eingang und warteten darauf, dass A.B ihnen die Tür öffnete. Währenddessen hatte es sich A.B bereits wieder bequem in seinem Bett gemacht. Schlussendlich fanden aber mehr oder weniger alle den Weg in ihr Bett.

Der nächste morgen begann wie immer mit einem bösen Erwachen. Auf dem Boden stapelten sich überall Leichen und in der Luft lag ein unschöner Duft. Nachdem sich die meisten mit Müh und Not aufgerappelt hatten, ging es weiter zum Zmorge. Der Hunger hielt sich in Grenzen, doch jeder versuchte zumindest ein Orangensaft oder ein Müsli hinunter zudrücken. Weiter ging es dann zu Fuss oder mit der Gondelbahn in die Hörnlihütte. In der Hütte angekommen gab es Bier und etwas zu Essen. Die Zeit wurde dabei mit sehr sinnvollen Gesprächen, Getränken und mit Judenklopfen vertrieben. Ein weiteres Highlight war das „scheissen mit Aussicht“. Man konnte sich auf dem WC platzieren und anschliessend mit einem Feldstecher die Landschaft betrachten. Als auch der letzte dieses super Angebot ausgenutzt hatte, ging es weiter in die Lenzerheide. Auf dem Weg dorthin, kam alte Spiele wie Schere-Stein-Papier und Steine schmeissen zu Einsatz, um auch noch die letzten Tropfen Jägermeister zu verteilen. An der Talstation der Rothornbahn versammelten wir uns, um gemeinsam die Heimreise anzutreten. Die Heimreise verlief wie immer, der eine wollte wie immer seinen Braulio verteilen, die anderen waren damit beschäftigt nichts auf dem Boden zu verteilen. Einer der schönsten Momente war das Aussteigen aus dem Car, als man endlich seinem Körper wieder frische Luft zuführen konnte und nicht mehr die Biogase der anderen einatmen musste.